Literarische Soirée mit Ann Cotten und Charlotte Gneuß
Die „Zwei Raben“-Stipendiatinnen 2025 Ann Cotten und Charlotte Gneuß lesen aus ihren Werken
Moderation: Thomas Hettche
Swing und Jazz Musik mit dem cb.jazz.trio
Foto Ann Cotten: © Alexander LinAnn Cotten, die Zwei Raben – Stipendiatin 2025, ist im Juni aus Wien angereist und in die Künstlerwohnung im Otto-Ubbelohde-Haus in Goßfelden eingezogen.
Bereits als Studentin trat Ann Cotten bei Poetry Slams auf und veröffentlichte erste Gedichte sowie Prosatexte in Literaturzeitschriften und Anthologien. Darüber hinaus schrieb sie Rezensionen, so für die Popzeitschrift The Gap, bevor 2007 ihr erster Gedichtband Fremdwörterbuchsonette bei Suhrkamp veröffentlicht wurde. Auch als Literaturtheoretikerin trat Cotten hervor, zum Beispiel auf LyrikKritik.de; sie war Mitglied im Forum der 13. Besonders charakteristisch für ihre Poesie sind spielerische Sprachexperimente. Dabei berühren ihre Texte Themen wie Philosophie, Sprache als System oder künstliche Intelligenz. Gelegentlich erscheinen literarische und literaturjournalistische Beiträge von ihr in einigen Tageszeitungen. Cotten fertigt überdies auch Übersetzungen an.
Seit 2020 dissertiert sie am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin. Von Oktober 2020 bis Juni 2021 war sie als Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien tätig und arbeitete dort an ihrem Promotionsprojekt mit dem Dissertationstitel Vorarbeiten zu einer empirischen Ästhetik, die auch für Maschinen funktioniert: Ein Evaluationskit für die Recyclingfähigkeit existierender Theorien. Anschließend verbrachte sie zwischen 2021 und 2022 ein Recherchesemester an der University of Hawaiʻi at Mānoa im US-Bundesstaat Hawaii, wo, nach eigenen Aussagen, ihre Anleitungen der Vorfahren (2023) entstanden seien.
Seit 2023 gibt Cotten zusammen mit Gerd Sulzenbacher und Sandro Huber die beim Verlag Sonderzahl in Wien erscheinende Zeitschrift Triëdere – Zeitschrift für Theorie, Literatur und Kunst heraus.
Foto Charlotte Gneuß: © Max Zerrahn
Die in Berlin lebende Schriftstellerin Charlotte Gneuß debütierte im August 2023 mit dem Roman „Gittersee“ (S. Fischer Verlag). Der Roman wurde von der Kritik begeistert aufgenommen stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Er wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto Stiftung 2023 und dem aspekte-Literaturpreis für das „beste Debüt des Jahres“ ausgezeichnet.
Veranstalter: Zwei Raben – Literatur in Oberhessen e.V. und Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.

