Skip to content
Pfankuch Cover
Wann
19. März 2026    
18:00 - 20:00
Wo
Hessisches Staatsarchiv Marburg
Friedrichsplatz 15, Marburg, 35037
Veranstaltungstyp

Buchvorstellung mit der Historikerin Susanne Pfankuch „Privilegiert diskriminiert“

Buchvorstellung mit der Historikerin Susanne Pfankuch zu ihrem Buch „Privilegiert diskriminiert – Aus Tagebüchern und Briefen des jungen Peter Pfankuch von 1939 bis 1945“

Peter Pfankuch: ein sogenannter halb-jüdischer Junge im Nationalsozialismus. Als Teenager schreibt er über die gesamte Kriegszeit von 1939 bis 1945 Tagebuch – eine einmalige zeithistorische Quelle, die in diesem Buch erstmals ausgewertet wird. Pfankuch dokumentiert sein Leben in Berlin, während Nationalsozialismus und Krieg zunehmend seinen Alltag bestimmen. Die Familie lebt nahe am Abgrund: Der Vater verliert die Arbeit, die Mutter fürchtet die Deportation, er selbst erhält Schulverbot. Einige Verwandte und Freunde flüchten oder werden deportiert. Bomben fallen. Sorgen, Not und Angst werden immer mehr zur Normalität. Diese Tagebücher sind nicht vergleichbar mit denen der Anne Frank; Pfankuch ist nicht das männliche Pendant zu ihr. Dennoch gibt es Parallelen, dennoch schreibt hier ein junger Mensch im Verborgenen seine Alltagsbeobachtungen über eine ihm feindliche Welt auf. In dieser Situation lernt er den Architekten Hans Scharoun kennen, für den er im Krieg arbeiten kann. Peter Pfankuch wird später selbst ein wichtiger Architekt im West-Berlin der Nachkriegszeit. Autorin ist die Tochter Pfankuchs, die als Historikerin und Tochter sich auf eine Spurensuche nach ihrem Vater begibt.

Susanne Pfankuch wurde 1960 in Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. Seit 1980 lebt und arbeitet sie in der Schweiz. Nach einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie als Buchhändlerin und studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Basel. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Dozentin an einer Fachhochschule ist sie auch als Historikerin tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit Nachlässen, die aus einem künstlerischen und zugleich jüdischen Kontext stammen.

Eintritt frei

Veranstalter: Arbeitskreis Landsynagoge Roth, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Marburg, Hessisches Staatsarchiv, Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.

 

Die Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V. wird von der Stadt Marburg und vom Land Hessen über LAKS Hessen gefördert.

      

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert