Buchvorstellung Stephan Wolting: »Nur noch weg. Zwischen Wendezeit und Zeitenwende«
Alle wollen sie nur noch weg und jede(r) aus anderen Gründen: den eigenen
Und so tauchen Geschichten auf und verschwinden wieder wie der versunkene Wald der Ostsee an der Wanderdüne, der das ganze Jahr nicht zu sehen ist und nur im April kurz aus dem Meer auftaucht und wieder verschwindet. … Und irgendwann ganz verschwunden sein wird … mit ihm die Menschen dieser Geschichten … Leben, die immer mal wieder kurz auftauchen und dann irgendwann für immer in der Versenkung verschwinden … so war es Leszek geschehen, Agnieszka, Ilona, ihm selbst. Seiner Partnerin hätte er diese Geschichten nicht erzählen mögen.
Stephan Woltings Erzählungen entführen uns in das reiche innere Leben ihrer Protagonisten, lassen uns teilhaben an ihren Kämpfen, Sehnsüchten und Entscheidungen. Sogar an ihrem Tod. Verwirrend und berauschend zugleich der Wind of Change, der in jeder Form spürbar ist. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zugleich emotional tief berührt. – Carmen-Francesca Banciu –


Stephan Wolting ist ordentlicher Professor und Lehrstuhlleiter für Interkulturelle Kommunikation an der Adam- Mickiewicz-Universität in Poznań. Vorher war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er schreibt regelmäßig Literaturkritiken und veröffentlichte zwei Lyrikbände: Wegfahren (2007) und Glasschnee (2011). Neben seiner Hochschultätigkeit und der Organisation und Durchführung Interkultureller Trainings in der Erwachsenenbildung leitet er Workshops zum kreativen, biographischen und künstlerischen Schreiben an.
Eintritt frei
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Herder-Instituts mit dem Marburger Literaturforum e.V. und Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.

