Lesung mit Alena Jabarine »Der letzte Himmel – Meine Suche nach Palästina«
Bilder vom Aufwachsen in der Geborgenheit einer großen Familie prägen die Erinnerung von Alena Jabarine: Bunte Eiskugeln, süße Säfte, lange laue Nächte mit zirpenden Grillen – die Sommer ihrer Kindheit. Weniger als 20 Kilometer trennen das Haus ihrer Großeltern, das sich im heutigen Israel befindet, vom besetzten palästinensischen Gebiet. Als Kind hatte sie nur eine Ahnung davon, dass eine zunächst unsichtbare Grenze dieses Land in zwei Welten teilt – mit großen Unterschieden, was die Rechte, die Lebenser

wartungen und auch den Status in den Augen der Welt angeht.
Anfang 2020 zog Jabarine nach Ramallah, um zu verstehen, was »Palästina« bedeutet: für die Menschen auf der einen Seite der Mauer und für die auf der anderen. Und für ihre eigene Identität. In ihrem Buch erzählt sie Geschichten von Menschlichkeit und Lebensfreude, aber auch von Widerstand. Geschichten, die dabei helfen, die Realität in Israel und Palästina zu verstehen.

Bild: (c) Tim Oehler
Alena Jabarine (geboren 1985 in Hamburg) ist Deutsch-Palästinenserin mit deutscher und israelischer Staatsbürgerschaft. Sie wuchs in Hamburg auf, studierte Politik und absolvierte ein journalistisches Volontariat beim NDR. Danach arbeitete sie vor allem für öffentlich-rechtliche Formate. Von 2020 bis 2022 lebte sie in Ramallah und war dort für eine Stiftung tätig. In dieser Zeit begann sie, auf Instagram aus dem Alltagsleben der palästinensischen Bevölkerung zu berichten und politische Zusammenhänge zu erklären.

